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Geschichte
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K A S P E R E R Z Ä H L T A U S S E I N E M L E B E N
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Es war einmal ein kleiner Junge, der wie sein Patenonkel in Aachen das Licht der Welt erblickte. Das hatten sie schon einmal gemeinsam. Doch das war noch lange nicht alles. Die wohnten auch eine ganze Zeit in einem Haus, natürlich in Aachen. Als der Junge dann immer älter wurde, verbrachte er immer mehr Zeit mit seinem Onkel, der auf den Namen Hans Houben hörte. Der Hans spielte sehr gerne mit Puppen. Ich spielte gerne mit der Eisenbahn.
Aber halt, der Hans hatte ein Theater und spielte dort mit Kasperlepuppen. Das war für mich ganz plötzlich auch wichtig. So bin ich immer öfter mit ihm zu Theateraufführungen unterwegs gewesen. Da hatten wir schon wieder etwas gemeinsam. Ich konnte ihm die Puppen und Spielgegenstände reichen. Das hatte mir sehr gut gefallen. Dann wurden wir für lange Zeit getrennt. Ich bin nach Ratingen gezogen und er war dann immer noch im Raum Aachen. Plötzlich hörte ich, dass der Onkel in Köln ein Theater hatte. Da musste ich doch ganz schnell hin. Dann hatte der Onkel in Köln ein Problem mit dem Freizeitpark, der nämlich Pleite ging. Da war ich wieder mit ihm zusammen, denn ich hatte für ihn einen anderen Freizeitpark gefunden. In Ratingen, das Minidom, in Breitscheid.
Jetzt waren wir wieder zusammen. Da sollte ich auch meine ersten Theaterstücke ganz alleine vor dem großen Publikum spielen. Nach vielen Jahren des Beobachtens und Studierens, wie ein Großer den Kleinen Freude bereiten konnte, verließ er das Minidom und eröffnete in Düsseldorf sein Theater am Fürstenplatz. Auch da konnte ich sehen, wie schön es doch war, wenn Kinder bei den Theaterstücken in eine andere Welt versetzt wurden. Eine Welt, in der die Kinder mit den Puppen sprechen konnten und so ein für sie besonderes Erlebnis mit nach Hause nahmen. Auch da waren wir oft zusammen. Aber eines Tages war der Onkel Hans nicht mehr da. Für mich war er im Theaterhimmel. Da stand für meine Frau fest, so kann das nicht weiter gehen. Das Theater muss weiter leben.
Am 15. Okober 1999 war es dann soweit. Ich wurde im Theater als Spielleiter und Puppenspieler tätig. Jetzt war ich nicht mehr mit dem Hans zusammen, aber immer noch gemeinsam mit seinen Freunden, mit dem Kasper, der Großmutter, der Hexe und dem Räuber, die über 50 Jahre sein Leben mit viel Erfolg begleitet hatten.
Ach, da habe ich noch etwas Wichtiges vergessen: Ich habe mich ja noch nicht vorgestellt:
Ich bin der Kasper
Günther Breitenfeldt
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